Geschichte

2012
80 Jahre Jodlerklub Sarnen

Eine ganz besondere Persönlichkeit, die von Beginn weg den Jodlerklub Sarnen stark prägte, war  Gründerpräsident, Vorjodler und Komponist Julius Stockmann. Seine Melodien strahlen eine erhabene Ruhe  aus und verkörpern Bild und Charakter des lieblichen Obwaldnerlandes. Mit seinem von der Natur  geschenkten Talent verlieh „Juili“ dem Klub die ureigene Obwaldner Jodlerart. Die nachhaltig vorteilhafte Wirkung dieser von Harmonie begleiteten Obwaldner Jodlerart zeigt sich unter anderem darin, dass dem Jodlerklub Sarnen in den vergangenen 80 Jahren insgesamt nur fünf Personen als Dirigenten vorstanden. Das weitaus grösste Verdienst gilt dabei unserem Ehrendirigenten Gebhard Britschgi, der den Klub während insgesamt 34 Jahren musikalisch leitete. Ich danke allen ehemaligen und heutigen Kameradinnen und Kameraden für ihr Engagement zum Wohle des ältesten Jodlerklubs von Obwalden. Gerne setze ich mich weiterhin dafür ein, dass dem Jodlerklub Sarnen die ureigene Obwaldner Jodlerart erhalten bleibt.

Dirigent André von Moos

 

2007
75 Jahre Jodlerklub Sarnen

Ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr war das Jubiläumskonzert. Das bunte Konzertprogramm, das Bankettessen und die spezielle Ambiente vom Bühnenbild haben viele positive Reaktionen ausgelöst. Das Jubiläumsjahr wurde am 11.11.07 mit einem Gottesdienst, "Miär sägid dankä" in der Pfarrkirche Sarnen, abgeschlossen.

2002
70 Jahre Jodlerklub Sarnen

81. Delegiertenversammlung Zentralschweizerischer Jodlerverband Jubiläumskonzert mit CD-Taufe

Aus Anlass des 70-Jahrjubiläums, das der Jodlerklub Sarnen in diesem Jahr feiern kann, hatte man sich entschlossen, die 81. ordentliche Delegiertenversammlung des ZSJV durchzuführen. Die 649 Delegierten und 74 Gäste erlebten bei frühlingshaftem, warmem Wetter die "Jodler-Landsgemeinde" im schönen Obwaldnerländli. Dass die Jodlerschar in Sarnen gut aufgehoben ist, weiss man nicht erst seit dem unvergesslichen Eidgenössischen Jodlerfest 1993.

Als Höhepunkt im Jubiläumsjahr war zweifellos die Taufe des neuen Tonträgers "My Heimat". Mit der Moderation war Marie Louise Werth beauftragt, die ihres Amtes mit Charme und verstecktem Humor waltete. Die verschiedenen Mitwirkenden wussten die Kostproben aus der neuen CD mit ihren individuellen Eigenheiten zu präsentieren.

1993
EJV - Fest in Sarnen

Der absolute Höhepunkt ist und bleibt die Übernahme und Durchführung des 22. eidgenössischen Jodlerfestes vom 18. - 20. Juni 1993 zusammen mit dem Jodlerklub "Echo vom Glaubenberg" und dem "Obwaldner Trachtenchörli". Dank der unermüdlichen Initiative von Robi Britschgi wurde das Festspiel 12 Mal aufgeführt. Der Andrang war so gross, dass die geräumige Aula Cher jedes Mal bis zum Bersten voll war. Die Autorin: Lisel von Moos-Götschi verstand es, eine interessante und spannende Geschichte zu schreiben. Die passenden Lieder dazu komponierte ihr Sohn, André von Moos. Die Besucher erlebten vom 18. - 20. Juni drei herrliche Jodlertage und genossen die rund 1800 Wettvorträge.

Nicht nur bei uns Sarner-Jodlern, nein auch bei der Obwaldner Bevölkerung und allen Freunden edlen Brauchtums im ganzen Schweizerland, hat das 22. Eidg. Jodlerfest einen dauernden und bleibenden Ehrenplatz eingenommen. Eine besondere Ehre war es für unseren langjährigen Jodler und Ehrenpräsidenten Robert Britschgi, als ihm für drei Jahre die eidgenössische Fahne anvertraut wurde. Wer hätte es besser verdient als Robi, der unermüdliche Schaffer für die Erhaltung und Pflege des echten Brauchtums. Sein Leben galt doch zu einem grossen Teil diesem Bereich. Robi war gesegnet mit einer selten wohlklingenden Stimme.

1992
60 Jahre Jodlerklub Sarnen


Mit der Herausgabe eines neuen Tonträgers "Am Sarnersee", es ist der fünfte in der 60 jährigen Klubgeschichte, möchte der jubilierende Klub seinen Freunden ein Geschenk machen. Bemerkenswert ist, dass unser Dirigent, André von Moos, sechs neue Titel beigesteuert hat. Der Klub machte sich selber ein Geschenk, indem er sich eine neue Tracht angeschafft hat.

1986
Peter Portmann wird zum Präsidenten ZSJV gewählt

An der DV in Ruswil wird aus unseren Reihen Peter Portmann als erster Obwaldner zum Präsidenten des zentralschweizerischen Jodlerverbandes gewählt. Präsident ZSJV 1986 - 1997 Im Jahre 1997 wurde er zum Ehrenmitglied des ZSJV gewählt Im Jahre 1998 wurde Peter zum Zentralpräsidenten EJV gewählt. Dem eidgenössischen Jodlerverband stand er bis im Jahr 2006 vor. An der Delegiertenversammlung in Frutigen 2006 wurde er zum Ehrenmitglied EJV gewählt.

 

1985
Anerkennungspreis der Heinrich Federerstiftung.

Dankbar durfte der Klub 1985 den Anerkennungspreis der Heinrich Federerstiftung zur Erhaltung und Förderung des Naturjodels in Empfang nehmen. Auf eidgenössischer Ebene durfte der Jodlerklub Sarnen den zentralschweizerischen Verband verschiedene Male ehrenvoll vertreten:
1981 am Unspunnen Jubiläumsschwingen
1985 am eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Sitten
1994 am Bremgartenkonzert

1982
50 Jahre Jodlerklub Sarnen

Zu seinem 50 Jahr-Jubiläum beschenkt der Jodlerklub Sarnen alle Freunde volkstümlicher Musik mit einer hervorragenden Sammlung schönster Lieder und Juiz mit der ersten Langspielplatte. Der Jodlerklub Sarnen mit seinen 21 Mitgliedern kann auf eine reiche Tradition zurückblicken. 1943 bis 1959 war August Wirz Dirigent des Vereins und hat als versierter Kenner des Naturjodels sämtliche Lieder und Naturjodel von "Juili" bearbeitet und aufgezeichnet. So wurde ein reiches Gut für spätere Generationen gerettet. Mit der Herausgabe dieser Sammlung von Liedern und Naturjodel wird Julius Stockmann und der 50 jährigen Tradition des Jodlerklubs die beste Ehre erwiesen. Das diesjährige Unterwaldner Naturjodlertreffen war mit der Feier zum 50 jährigen Bestehen des Jodlerklubs Sarnen verbunden. Am Samstagabend versammelten sich die 13 Jodlerklubs aus Ob- und Nidwalden zum eigentlichen Naturjodelkonzert. Jeder Klub bot ein Lied und einen Naturjodel dar. Der Andrang war so gross, dass die geräumige Reithalle in Sarnen bis auf den letzten Platz belegt war.

1976
19./20. Juni 34. Zentralschweizerisches Jodlerfest in Sarnen


Es waren 60 Verbandklubs und 11 Jodlerklubs aus anderen Unterverbänden anwesend. Dazu gesellten sich 46 Jodlerinnen, 50 Jodler, 70 Duette, 2 Trio, 105 Alphornbläser (21 Gruppen mehrstimmiges Blasen) und 105 Fahnenschwinger. Wahrlich ein Jodler - Grossanlass.

1975
Delegiertenversammlung EJV in Sarnen


Die 61. DV des EJV findet am 9. März in Sarnen statt. Zentralpräsident Hans Schild kann 314 Delegierte und viele Gäste begrüssen. Norbert Oberholzer, der an der DV des NOSJV zurückgetreten ist und demzufolge aus dem ZV ausscheidet, wird mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Als neuer Präsident NOSJV wird Ernst Fenner gewählt, der damit im ZV Einsitz nimmt. Der Mitgliederbestand im EJV hat die 15'000er Grenze überschritten.

 

1972
40 Jahre Jodlerklub Sarnen

Der Jodlerklub kann sein 40-jähriges Bestehen feiern. Im Rahmen seiner Festansprache würdigt Regierungsrat Dr. Emil Kathriner das Wirken des Jodlerklubs Sarnen. Der Klub habe es immer wieder verstanden, im Kantonshauptort gute, ursprüngliche Unterhaltung zu bieten. Der Redner nahm die Gelegenheit wahr, um den noch anwesenden Gründern und Aktiven im Namen des Kantons, der Gemeinde, von Land und Volk zu danken.

1968
Jodlerkonzert anno dazumal

Wie sich doch die Zeiten ändern! Lange Zeit wurde im Anschluss an das Jodlerkonzert noch ein Theater aufgeführt. Der Einakter, meist ein Schwank, gespielt durch Mitglieder und Freunde des Jodlerklubs Sarnen, war ein fester Bestandteil des Jahreskonzerts.

1966
Der Jodlerklub auf Schallplatten

Das inzwischen erfolgreich gewordene Jodlerduett Anni Durrer/Robert Britschgi hatte sich entschlossen, eine Schallplatte herauszugeben. Aufgenommen wurden "Ds Alphüttli, "Jwi-Juiz", "Abig uf der Alp", Kompositionen von Julius Stockmann, zusätzlich der "Obwaldner-Juiz".

1964
Auftritt an der Landesausstellung "Expo" in Lausanne


Zum ersten Mal in der Klubgeschichte wurde eine Frau in den Klub aufgenommen. Anni Durrer (heute Müller-Durrer) gab mit ihrer klangvollen, herrlichen Naturstimme dem Jodlerklub neuen Glanz. 30 Jahre prägte sie den Klub mit ihrer markanten Stimme.

1957
25 Jahre Jodlerklub Sarnen

Die Überraschung des Abends war der Auftritt des Jodlerklubs in seiner neuen Unterwaldner Tracht. Dank grosszügiger Spenden der Einwohner- und Dorfschaftsgemeinde Sarnen, der Korporation Freiteil sowie vieler Gönner war es dem Klub möglich, mit einer neuen Tracht das zweite Vierteljahrhundert in Angriff zu nehmen. Im Herbst konnte die Älplergesellschaft in Sarnen das 75-jährige Jubiläum feiern. Der Jodlerklub wirkte am Festzug mit, ebenso an der darauf folgenden Festaufführung und Älplerkilbi.

 

1952
20 Jahre Jodlerklub Sarnen

Zum 20-jährigen Bestehen des Jodlerklubs hatten sich die Jodler etwas Besonderes ausgedacht. Die 30. Delegiertenversammlung des ZSJV wurde auf Einladung des Klubs am 3. Februar von 142 Delegierten im Hotel Metzgern in Sarnen Abgehalten. Der Verband zählte damals 52 Gruppen und 360 Einzelmitglieder.

1946
7. Eidgenössisches Jodlerfest in Luzern

Vom Verlauf des Eidg. Jodlerfestes, das am 13./15. Juli 1946 in Luzern durchgeführt wurde, berichtete der "Obwaldner Volksfreund" ausführlich. Von unseren Chören Sarnen und Kerns stellte das Kampfgericht (Juroren) die bestmöglichen Zeugnisse aus, nämlich "sehr gut". Von Sarnen hat man nichts anderes erwartet, nachdem der Klub schon etliche Male ruhmgekrönt heimkehren durfte.

1942
10 Jahre Jodlerklub Sarnen

Das Konzert zum 10-jährigen Bestehen des Jodlerklub Sarnen war trotz des Krieges ein Erfolg. Man war erstaunt, von so einem kleinen "Grüppeli" (wegen Militärdienst) solch gediegene gesangliche Leistungen zu vernehmen. Von den Gründern wurde der eigentliche Initiant des Klubs, Julius Stockmann, aufgerufen und geehrt.

1935
29./30. Juni 7. Zentralschweizerisches Jodlerfest in Sarnen

Am 3. März 1935 wurde in Siebnen an der DV des ZSJV dem Jodlerklub Sarnen einstimmig das 7. Zentralschweizerische Jodlerfest übertragen. Es war ein Erlebnis ganz besonderer Art, das unbestritten als erster Höhepunkt des Klubs bezeichnet werden darf. 12 Jodlerklubs, 35 Jodlerinnen und Jodler, 25 Fahnenschwinger und 13 Alphornbläser stellten sich dem Kampfgericht.

 

1932
Gründung 1932

Schon vor der Gründung des heutigen Jodlerklubs im Jahre 1932, hatten sich die Jodlerfreunde unter Alfred Leonz Gassmann, dem bekannten Schöpfer und Sammler naturverbundener Melodien, zusammengefunden. Er lebte von 1909 bis 1920 als Musikdirektor in Sarnen. Bereits im Jahre 1911 wurde in Sarnen ein Jodlerquartett gegründet, das von Alfred Leonz Gassmann mit viel Empfindungsvermögen geleitet wurde. Als A.L. Gassmann 1920 Sarnen verliess, wurde das Jodlerquartett aufgelöst. Zwei Jahre nach dem Wegzug Gassmanns und der Auflösung seines Jodlerquartetts wurde auf Initiative von Julius Stockmann wieder ein Quartett gegründet. Sie gaben ihm den Namen "Alpenrösli". Einen Dirigenten hatten sie nicht. Das "Alpenrösli", das bereits im Mitgliederverzeichnis des Schweizerischen Jodler-Verbandes 1924, mit Julius Stockmann als Präsidenten, aufgeführt ist, wurde 1925 zum Verbandsfest nach Luzern eingeladen. Leider mussten die Sarner den Organisatoren des 1. Verbandsfestes der Zentralschweiz eine Absage erteilen, da die meisten Mitglieder auf der Alp waren. Nebst zwei Klubs stellten sich zehn Jodler, fünfzehn Fahnenschwinger und sieben Alphornbläser dem Kampfgericht. Da kein musikalischer Leiter verfügbar war, bestand auch das Jodlerquartett "Alpenrösli" nicht lange. Ende der 20er Jahre wurde dieses aufgelöst.

Mitglieder bei der Gründung:

Julius Stockmann geb. 3. März 1897, gest. 5. März 1956 

In Luzern geboren und ab 1908 in Sarnen wohnhaft, verbrachte er den grössten Teil seines Lebens auf der Alp "Brandegg" im Ällgi, im kleinen Melchtal. Seine Eltern starben sehr früh. Der damals in Sarnen tätige Musikdirektor Alfred Leonz Gassmann wurde auf den singfreudigen, talentierten Schüler "Juili" (wie er genannt wurde) aufmerksam und liess ihn im Schülerchor mitsingen. Das "Juizen" lernte Juili von seinen Mitälplern. Seine Kompositionen verkörpern Bild und Charakter des schönen, lieblichen Obwaldnerlandes. Er war ein Naturtalent von besonderer Prägung. Wenn er einmal mit Jodeln begonnen hatte und "erwärmt" war, vergass er sich vollständig und schwebte mit seiner Stimme in absoluter Reinheit in höchsten Höhen. Der warmherzige, seelisch Feinfühlige entfaltete seinen inneren Reichtum und wurde zum Obwaldner Tonlyriker. Juili gab dem Jodlerklub als Komponist und Vorjodler die ureigene Obwaldner Jodlerart, mit seinen harmonischen, warmen Melodien, die er ohne musikalische Bildung auf der Alp "Brändegg" im Anblick der herrlichen Bergwelt erfunden hatte.